placeholder Paul und Monika auf Reise

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( letzte Ergänzung am 19.09.2022 )
Nach einer Woche Ferien (im Juli) in Zernez zusammen mit Katrin, Adrian, Mireille und Cloé waren wir wieder eine Weile zu Hause. Am 12. August starteten wir auf die zweite Auslandreise in diesem Jahr. Das Ziel war Polen. Genau die Region der Beskiden und der Waldkarpaten im Südosten von Polen, im Länderdreieck Polen / Slowakei / Ukraine. Dort ist auch der Nationalpark Bieszczady.

Durch die Schweiz, Österreich, Slowenien, Ungarn und Slowakei sind wir ziemlich zügig gereist.

In der Schweiz über die Pässe Grimsel, Furka, Oberalp, Ofenpass nach Müstair im Münstertal. In insgesamt 6 Tagen. Dann 3 Tage in Österreich (mit Aufenthalten in Weissbriach und Pirkdorf). 1 Tag in Slowenien (mit Aufenthalt in Dravci). 5 Tage in Ungarn (mit Aufenthalten in Kis-Balaton, Dunaföldvár, Abádszalók, Tokaj). 2 Tage in der Slowakei (mit Aufenthalten in Turany, Duklapass). So reisten wir bereits am 29. August in Polen ein.

Die letzte Nacht in der Slowakei verbrachten wir auf dem Duklapass (502 m), an der Grenze zu Polen. Dies auf einem Parkplatz am Waldrand. Niemand hat sich da für uns interessiert. Die erste Nacht in Polen verbrachten wir auf dem Parkplatz von einem Lebensmittelgeschäft.Wir hatten gefragt ob wir hier übernachten dürften. Selbstverständlich! Das war in Komańcza. Später haben wir nochmals auf einem Parkplatz auf einem Pass übernachtet. Da hat uns aber die Grenzwacht kontrolliert. Die zwei Grenzer waren freundlich. Sie sprachen etwas wenig Englisch und Deutsch. Sie wollten die IDs, die Führerausweise und den Fahrzeugausweis sehen und haben die Informationen in ihr Tablet getippt. Die Kontrolle hat uns nicht überrascht, denn wir waren nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Und das hiess Aussengrenze von Schengen.

Nach ein paar Tagen in Polen fühlten wir uns wohl und sicher. Wir merkten, dass die Leute von uns kaum Notiz nehmen und uns in Ruhe lassen. Bald war uns auch klar wie man in einem Lokal zu Getränk oder Essen kommt. Man bestellt gleich an der Theke und bezahlt. Nach der Konsumation räumt man das Geschirr selbst ab. In jedem noch so kleinen Ort scheint es einen Tante-Emma-Laden zu geben. Da können wir alles für unseren Alltag kaufen. Die Waren sind wesentlich günstiger als in der Schweiz. Die Wärung ist Zloty.

Campingplätze wie wir sie kennen scheint es kaum zu geben. (Mindestens nicht in den bis jetzt bereisten Gegenden.) So suchen wir jeweils einen 'pole namiotowe' oder 'pole biwakowe'. Das sind einfache Plätze für Zelte, aber auch für Fahrzeuge. Die Qualität variiert. Das Minimum: Ein Plumsklo und einen Wasserhahn. Aber sicher auch mit einem überdachten Grillplatz mit Tisch und Bank. Ein Feuer machen zu können scheint den Polen sehr wichtig zu sein. Eine bessere Variante ist schon mit WC, Lavabo, ev Dusche und Geschirrspüle. Die Spüle ist meistens im Freien. Eventuell sogar mit Warmwasser. Für uns sind diese einfachen Plätze kein Problem. Wir können ja immer ausweichen und alles im Ducato erledigen. Ein solcher Platz kostet etwa 7 bis 12 Euro pro Nacht. Dass wir Solarpanels auf dem Dach haben und somit von einer externen Stromversorgung unabhängig sind kommt uns entgegen. Auf den Plätzen treffen wir immer wieder Leute die in ihrem PW übernachten, dh ohne Zelt. Ausländer haben wir kaum je angetroffen. Weder auf einem solchen Platz noch unterwegs.

Wir bereisten bis jetzt eher abgelegene Gebiete. Wie erwähnt, die Beskiden und die Waldkarpaten. (In den Waldkarpaten hat es tatsächlich sehr viel Wald.) Das Fahren war deshalb meistens ein richtiger Genuss. Gute Strassen und kaum Verkehr. So konnten wir sehr oft kilometerweit mit 40 oder 50 kmh dahintrödeln, ohne dass uns ein Fahrzeug einholte. (In diesem Falle wichen wir aus und setzen nachher unsere langsame Fahrt fort.)

Fahren wir über Land und durch Dörfer sind wir immer wieder beeindruckt von den vielen neuen und grossen Privathäusern. Diese stehen meistens auf grossen und gepflegten Grundstücken. Wir nehmen an, dass in den meisten Fällen die Besitzer ihr Geld im Ausland verdienten oder die meiste Zeit immer noch dort leben.

Seit gestern sind wir in Sromowce Niżne, direkt am Fluss Dunajec, und wiederum auf einem 'pole namiotowe'. Das gegenüberliegende Ufer ist in der Slowakei. Der dortige Ort heisst Červený Kláštor. Eine Fussgängerbrücke verbindet die beiden Orte.

Wir sind nun 39 Tage unterwegs und 2623 km gefahren (dh. im Durchschnitt 67 km pro Tag). Die grösste Etappe war 290 km, die kleinste 3 km. In letzter Zeit lässt das Wetter etwas zu wünchen übrig. Ziemlich viel Regen und eher tiefe Temperaturen. Nichts von einem goldigen Herbst. Wir geniessen das Reisen in Polen trotzdem.

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