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( letzte Ergänzung am 09.07.2022 )

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Nach Berggiesshübel in der Sächsischen Schweiz gings weiter ostwärts Richtung Oberlausitz. Über Bad Schandau an der Elbe nach Hinterhermsdorf. Dieser kleine Ort liegt praktisch an der Grenze zu Tschechien. Um ohne Umwege weiter in die Oberlausitz zu gelangen fuhren wir dann auch ein Stück durch Tschechien. Natürlich ohne Grenzkontrolle. In Waltersdorf waren wir auf einem Bauernhof zu Hause. In diesem Dorf, und auch im Nachbardorf Jonsdorf, hat es viele schöne sogenannte Umgebindehäuser. Umgebindehäuser sind zwei Holzhäuser in einem. Das heisst sie haben unabhängige Strukturen für Obergeschoss und Erdgeschoss. (Die Stube im Erdgeschoss ist unterhalb und innerhalb der Pfeiler die das Obergeschoss tragen.)

Über Zittau und Görlitz ging es der Grenze zu Polen entlang nordwärts. Dies bis Rothenburg/O.L. Zittau ist im Länderdreieck Deutschland / Tschechien / Polen. Gleich gegenüber, auf der polnischen Seite, liegt der Braunkohletagebau und das Kraftwerk Turów. Tschechien und Polen liegen seit Jahren im Streit wegen der Kohlegrube Turów. Gemäss einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs müsste diese aus Umweltgründen geschlossen werden. Polen missachtet dieses Urteil. Wir fuhren direkt an diesem riesigen Kraftwerk vorbei. Mit anderen Worten, von Zittau aus fuhren wir nach Polen. Und auf dieser Seite der Neisse entlang nordwärts. Nach 24 km in Polen gings zurück nach Deutschland, nach Hagenwerder. Hier besichtigten wir den Schaufelradbagger Nr. 1452 (Typenbezeichnung SRs 1200). Ein technisches Ungetüm (siehe Foto). 33.5 Meter hoch, 1961 hergestellt, im Tagebau bis zu dessen Einstellung 1997, dann noch bis 2001 zur Rekultivierung der Gruben eingesetzt. Ein beeindruckender Anblick.

Görlitz liegt an der Lausitzer Neisse. Diese ist seit 1945 die Grenze zu Polen. Görlitz ist also seit 1945 eine zweigeteilte Stadt. Der polnische Teil heisst Zgorzelec.

Der nächste Halt war in Rothenburg/O.L.. Ebenfalls an der Lausitzer Neisse. Schon zu Beginn der Reise war uns klar, dass der Umkehrpunkt spätestens an der Neisse, irgendwo bei Görlitz sein wird. Nun haben wir die Neisse erreicht, in aller Ruhe, ohne Hektik.

Ab Rothenburg/O.L. gings im Gegenuhrzeigersinn westwärts, über Weisswasser, Boxberg, Hoyerswerda, Senftenberg. Bei Weisswasser besichtigten wir den Tagebau Nochten. Um einen Blick in die Braunkohlegrube werfen zu können gibt es den 'Turm am Schweren Berg'. Von diesem Aussichtsturm aus sahen wir am gegenüberliegenden Rand der Grube das Kraftwerk Boxberg (siehe Bild). In einer Distanz von 8.17 km. Und noch weiter weg, in 19 km, aber noch gut sichtbar, auch das Kraftwerk Schwarze Pumpe. Also enorme Dimensionen für einen Tagebau. Ein Teil davon ist schon rekultiviert, wieder grün. So auch der Abschnitt unmittelbar vor dem Aussichtsturm. In anderen Abschnitten von Nochten wird noch Braunkohle abgebaut. Die zwei genannten Kraftwerke sind noch in Betrieb.

Ein weiterer Aufenthalt war in Grosskoschen, am Senftenberger See, im Hafencamp. Dieser Camping liegt direkt am See. Mit einem kleinen Hafen (siehe Foto). Dieser schöne, idyllische See ist eine geflutete Braunkohlegrube (Tagebau). Es gibt hier so viele dieser Seen, dass das Gebiet sogar Lausitzer Seenland heisst.

Der letztbesuchte Campingplatz in Deutschland war in Hausen im Tal. Der Camping Wagenburg liegt direkt an der Donau. Diese ist hier noch ein kleiner harmloser Fluss (siehe Foto). Auf dem Camping Wagenburg waren wir schon zu Beginn der Reise, anfangs Mai 2022. Der Kreis hat sich also geschlossen.

Heute fahren wir nach Zernez. Für eine Woche Ferien zusammen mit Katrin, Adrian, Mireille und Cloé. Auf dem Camping Cul.

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